Professioneller Einblick

Robotor reduziert Serviceeinsätze

ROSSStillstandszeiten von Windenergieanlagen (WEA) sind teuer, aber auf Grund von Störungen oder Wartungen nicht zu vermeiden. Im Onshore-Bereich ist dies angesichts des knappen Zeitfensters bisher problematisch. Ein neuartiges Robotersystem soll deshalb künftig aus der Ferne die visuellen Inspektionen von Onshore-WEA übernehmen.

Lesen Sie dazu den aktuellen Beitrag aus der Frankfurter Allgemeine Zeitung Beilage „Automation & Robotics” 03/2011


Offshore-Forschungsprojekt mit der Universität Bremen
Robotor gestützte Überwachung und Vorbereitung von Reparatureinsätzen

ROSSAusgehend von der Vorstellung, dass Vor-Ort-Begehungen in Offshore Windparks nicht möglich sind, arbeitet die Deutsche Windtechnik Betriebsführung in Kooperation mit der Universität Bremen (Lehrstuhl Elektro- und Informationstechnik) an neuen Lösungen für eine effektive Vorbereitung von Wartungseinsätzen. Eine Roboter gestützte Visualisierung des inneren WEA-Bereichs (Turm und Gondel) könnte genaue diese Anforderungen erfüllen. Das Roboter gestützte Offshore-Service-System (ROSS) befindet sich zur Zeit in der Planungsphase.

Lesen Sie dazu den aktuellen Beitrag aus i2b express - Das Journal für Innovation im Nordwesten.


Schwingungsmessung zur Fundamentbeurteilung

Untersuchungen der letzten Zeit haben belegt, dass bei bestimmten Windkraftanlagen das Fundament ein Problem darstellt. Erste vereinfacht gehaltene Messungen haben gezeigt, das die maximale Schwingung des Turmes in einem kritischen Bereich liegen kann.

DWTBF Schwingungsmessung

Dies bezieht sich auf das Spiel, welches der Sockel des Turmes im Fundament hat. In diesem Bereich wird sehr oft der Grenzbereich überschritten. Es gibt zwei mögliche Ursachen für die Instabilität des Turmes zum Fundament, der Beton ist schlecht verarbeitet und es wurden Fehler bei der Herstellung gemacht oder das Problem liegt in der Konstruktion des Fundamentes.

Ziel war es, eine Messung zu entwickeln, welche sehr genaue, nachvollziehbare Ergebnisse liefert, zudem sollten diese dokumentiert und dargestellt werden können.
Zu diesem Zweck werden Wegesensoren mit einer Genauigkeit im Millimeter-Bereich bis zur vierten Nachkommastelle benutzt.

DWTBF Schwingunsmessung

Um die Bewegung des Turmes zum Fundament genau nachvollziehen zu können werden an 4 Messpunkten um den Turm herum die Bewegungen aufgenommen, dies jeweils in der horizontalen und senkrechten Ebene. Um die größtmögliche Schwingung des Turmes erfassen zu können, wird ein Messpunkt direkt vor dem Turm in Hauptwindrichtung platziert, da in diesem Bereich das Fundament die größte Schwächung besitzt. Die weiteren drei Messpunkte werden um 90° versetzt angeordnet.

Über einen Anschluss der Sensoren an einen Laptop können die Messwerte durchgehend gespeichert werden. Dies ermöglicht eine Darstellung der Schwingung und es lässt sich ermitteln welche maximale Auslenkung zu welchem Zeitpunkt vorlag und welche Bewegung der Turm in seiner Gesamtheit macht.

Als Abschluss wird ein Bericht erstellt welcher die Messprozedur nachvollziehbar macht und die Ergebnisse in Form der maximalen Bewegung präsentiert. Durch die vereinheitlichte Durchführung sind alle Ergebnisse untereinander vergleichbar.

DWTBF Schwingungsmessung